Während Georg und ich kurz nach 10 Uhr auschecken, macht sich Björn auf um das Auto zu holen. Allerdings gibt es nun eine böse Überraschung, da uns die Scheibe eingeschlagen und das Auto ausgeräumt wurde. Dort hat leider keine Security oder Polizei Wache gehalten.

Damit geht der Stress mit Polizei und Mietwagenfirma los. Da wir außer Snacks, Wasser, Decke und Kissen vom Flieger sowie meinen Nackenhörnchen nichts im Auto gelassen hatten, gibt es wenigstens keine großen oder allzu ärgerlichen Verluste unsererseits zu beklagen. Außer natürlich der Ärger und Zeitverlust. Denn bis alles geklärt ist und wir ein Ersatz-Auto bekommen vergehen Stunden. Nur gut, dass wir heute grundsätzlich keine Mega-Etappe vor uns haben, sondern notfalls sämtliche Zwischenziele auslassen und auf direktem Weg nach Willits fahren können.
Als endlich alles geklärt und eine Ersatzfahrzeug-Abholstation gefunden ist, fahren wir mit gegaffertapter Plastiktütenscheibe zum San Francisco International Airport, um dort das neue Fahrzeug abzuholen.

Als wir dann gegen 15:30 Uhr endlich unser neues Gefährt bekommen und leider keine große Auswahl bei SUV mit großem Kofferraum und Platz haben – ohne noch länger warten zu müssen – sinkt meine Stimmung weiter. Im Gegensatz zu unserem GMC Acadia haben wir jetzt zwar wieder einen großen und langen, aber dafür extrem tiefen, weißen, potthässlichen, wesentlich unpraktischeren und teils unbequemen Ford Flex. Sorry, aber ich kann mich über diesen absoluten “Schrotthaufen im übertragenen Sinne“ und fehlgeplanten Möchtegern-SUV leider nur aufregen, auch der Designer / Entwickler gehört geteert und gefedert…., meine Meinung. Die Frontscheibe ist dazu auch noch sehr weit vorne und schräger, so dass zu allem Überfluss auch das Fotografieren und Filmen nicht mehr so gut geht wie bisher. Sorry, aber bei meiner Einstellung zu diesem Auto bin ich leider total unFLEXibel. Don’t like!

Da wir so viele Stunden verloren haben, kommen wir nun leider nicht wie geplant an der Küste entlang vorbei am Point Reyes National Seashore, Bodega Bay, Timber Cove, Fort Bragg und durch den Jackson State Forest…, sondern fahren durch San Francisco zurück über die Golden Gate Bridge und folgen dem Highway 101 direkt nach Willits.

Die Landschaft ist wieder hügelig, grün und hübsch anzusehen und es wird nach und nach auch wärmer. Nach der frischen Zeit in San Francisco mit 12 bis max. 17 Grad erinnert man sich auch an die im Koffer befindlichen und evtl. bald wieder zum Einsatz kommenden kurzen Hosen und T-Shirts.

Die Pinkelpause nach zwei Stunden Fahrt wird zum Frühstücken aka Mittagessen aka Abendessen im Subway und zum Auffüllen der Vorräte ausgedehnt. Dann geht es gestärkt weiter nach Willits, wo wir den restlichen Abend mit Wäsche waschen & trocknen sowie Chillen verbringen. Also alles in allem ein sehr unbefriedigender Tag, aber es hätte ja durchaus schlimmer kommen können. Der Innenhof unseres Motels ist zumindest sehr hübsch. 😉

Gefahrene Meilen: 163
Staat: Kalifornien
Unterkunft: Super 8 by Wyndham Willits
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