Von Küste zu Küste

Nach einer für mich unruhigen Nacht – dass Wellen so laut sein müssen – genießen wir am Dienstag das leckere Frühstücksbuffet auf der Restaurantterrasse des Hotels Aqua Natura Madeira.

Nachdem wir alles wieder eingepackt und ins Auto verstaut haben, erkunden wir erst einmal ausführlich Porto Moniz.

Es ist zwar etwas windig, aber wir verbringen die erste Tageshälfte bei schönem und sonnigem Wetter.

Ein nettes Örtchen direkt am Meer, das einiges zum Anschauen / Erleben bietet.

Besonders erwähnenswert sind auf jeden Fall die beiden Naturschwimmbäder am Meer, eines direkt vor unserem Hotel und ein kostenfreies am anderen Ende des Ortes.

Nach einer Eis-Pause und einem kleinen Einkauf machen wir uns auf, zurück nach Funchal an der Küste entlang Richtung Westen und dann Süden.

Als erstes geht es mit unserem netterweise kostenlos upgegradetem Mini-SUV von Citroën weiter zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Porto Moniz. So der Plan…

Das Navi will uns allerdings über ein kleines, meist extrem enges, steiles und kurviges Sträßchen dahin führen. Björn muss fast mit Vollgas im ersten Gang, halb um die Kurven “fliegend“ und wenig sehend hochfahren, damit wir den notwendigen Schwung nicht verlieren. Sobald dieser nämlich weg wäre, haben wir keine Chance weiter zu kommen, und müssten den ganzen Weg rückwärts langsam wieder runter. Da ist schon etwas Adrenalin im Spiel und ich wünsche mir nicht zum ersten mal einen Jeep herbei. Mit dem eigentlich gebuchten Kleinwagen hätten wir von vorne herein keine Chance gehabt, aber der kleine Mini-SUV gibt alles.

Aber es kommt wie es kommen muss, von oben kommt ein Geländewagen runter und wir müssen anhalten. Zum Glück (im Unglück) geschieht das in einer Serpentinenkurve, die breit und gerade genug ist, dass wir uns an den Rand quetschen können und der Pickup vorbei passt. Allerdings ist jetzt an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken, zumindest kann man hier aber drehen und vorwärts den Berg wieder runter rollen / bremsen. Auch da wäre eine Untersetzung hilfreich und man hofft auf gut gewartete Bremsen.

Auf dem eigentlich vorgesehenen Weg sind wir dann sehr schnell am richtigen Aussichtspunkt und sehen nicht nur den Ort von oben, sondern auch den Berg und Weg, den wir zuvor versucht hatten zu fahren. Das folgende Foto zeigt oben zwei Bilder vom Ende unserer Bergfahrt und unten dann den Blick vom Aussichtspunkt, wo man auf der rechten Seite Berg und ursprünglichen Weg erkennen kann.

Weiter geht’s durch Santa Maria Madalena nach Achadas da Cruz. Hier geht es runter und runter zum Start der Klippen. Dort geht eine Seilbahn, Teleférico, nach unten zum Strand.

Durch Wald, Nebel und leichten Nieselregen fahren wir weiter und entdecken einen interessanten Rastplatz mit Brunnen und Grill / Opferplatte mit Treppe ins Nirgendwo.

Die nächsten Ziele sind der Ort Ponta do Pargo und sein Leuchtturm, der westlichste Part der Insel. Hier werden wir wieder mit Sonne und einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

Der nächste Routenpunkt ist Fajã da Ovelha, hier gibt es einen putzigen kleinen Dorfplatz mit kleiner Kirche und schon fast dem heutigen Sonnenuntergang.

Als wir Câmara de Lobos erreichen und im O Pasto essen gehen, ist es schon dunkel. Hier gibt es feines Rind frisch am Tisch geschnitten für Björn und eine Espetada für mich. Wieder sehr lecker.

Zurück in Funchal laden wir das Auto vor dem Hotel wieder aus und Björn fährt tanken und das Auto abgeben.

Diese zwei Ausflugstage waren wirklich schön, das Wetter hat gepasst und wir haben nun auch den Rest der Insel – zumindest die wichtigsten Punkte – gesehen.


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