Ein neuer schöner Morgen bricht an und da es wieder weiter geht, haben wir am Abend schon alles abgebaut und frühstücken daher innen und etwas kürzer.

Noch schnell Grauwasser ablassen und Frischwasser nachfüllen, dann kann es los gehen. Der Bagger macht uns gleich Platz und wir können Richtung Lüneburger Heide fahren.

Bevor es über den Nord-Ostsee-Kanal geht, fahren wir an Wacken vorbei, aber leider nur vorbei. Schade, so ein kleines Metal-Festival wäre jetzt schon ganz nett…
Wir tanken mal wieder und kommen nach Hamburg, aber vor dem Elbtunnel stehen wir im Stau – es sollte leider nicht der einzige bleiben.

Wir wollen direkt durch die Lüneburger Heide fahren und kommen durch schöne Örtchen und die Häuser sind typisch nordisch und friesisch.

Um einen schönen Blick auf die erwartet farbenfrohe Landschaft zu haben, will ich nach Wilsede und zum Wilseder Berg.
Aber alle Wege führen nicht nach Wilsede… Das kann doch nicht wahr sein, erst biegen wir scheinbar falsch ab, folgen manuell Google Maps und wollen eine kleine Straße nach Undeloh fahren, die immer kleiner, waldiger, enger (seitlich und baumtechnisch von oben) wird sowie nur noch aus Schlaglöchern und am Ende Pflastersteinen besteht. Also geht es mit max. 10 km/h holprig voran. Irgendwann haben wir diese Hürde geschafft und sind in Undeloh. Wir folgen der Route und enden dieses Mal an einem Verbotsschild. Tja, dann eben nicht. Zeit, die fehlenden Kilometer zu Fuß zu gehen, haben wir nicht, es ist noch ein Stück zu fahren.

In Undeloh machen wir jetzt aber hungerbedingt trotzdem Pause, hier ist richtig was los. Ist wohl eine Tourihochburg…
Wir essen auf der sonnigen Terrasse des Heide-Erlebnis-Zentrums (z.B. Heidschnucken-Hacksteak) und schauen dem munteren Treiben und den vielen Pferdekutschen zu.

Wenigstens ein paar Minuten Bewegung bringen uns auf eine Wiese, Zeit für etwas Gekasper und Stockwurf-Fußball muss sein. 😂

Weiter geht es Richtung Autobahn, wir haben noch ca. 120 km vor uns und Google vermeldet Stau, das Navi schläft scheinbar oder empfängt keine TMC-Meldungen.

Also fahren wir so lange wie möglich auf der Autobahn, geraten trotzdem in den vorhergesagten Stau, der sich mittlerweile stark verschlimmert hat, fahren von der Autobahn ab und auf die Landstraße, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.
Doch auch auf der Umleitung geht es nur schwerfällig voran und wir stehen und stehen… Wieder auf der Autobahn angekommen, gibt es gleich den nächsten Stau.

What a day. Kann Frau nix machen, außer ein paar Faxen.

Eigentlich hatten wir genug Zeit und eigentlich wollten wir noch für die nächsten zwei Tage einkaufen, bevor wir auf den Campingplatz fahren, aber da wir bis 19 Uhr da sein müssen und insgesamt 2,5 Stunden im Stau standen, geht es direkt zum Campingplatz Natels-Heidesee in Wedemark vor Hannover.

Die Saison hier ist eigentlich schon zu Ende, aber wir dürfen die zwei Nächte mit ein paar wenigen anderen Gästen noch bleiben. Ein schöner, aber zu kalter und mittlerweile zu wasserloser Badesee mit Sandstrand lädt bei gutem Wetter zum Erholen ein, es gibt während der Saison einen Candy-Shop und Imbiss, schöne Sitzecken, Deko usw.
Wir haben direkt vor unserem Stellplatz eine überdachte Sitzmöglichkeit, Sonnenliegen und einen Seezugang, echt schön. Und dank Torschlüssel und Chipkarte können wir dann doch noch schnell in den nächsten Ort zum Einkaufen fahren. So steht einem erneuten Grillen im Dunkeln nichts entgegen und keiner muss hungrig ins Bett (nicht dass wir noch genug anderes zu Essen im Vorratsschrank gehabt hätten).

Mit den Schnaken haben wir hier glücklicherweise weniger Probleme, das kann aber auch an der Zitruskerze oder der Mückenspirale liegen. Aber kalt ist es, daher sitzen wir lieber noch ein bisschen innen…
Etappe 7:
Von Husum über Hamburg durch die Lüneburger Heide und Undeloh nach Wedemark. (Nicht über Wilsede!)
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