Am Dienstag heißt es zeitiger aufstehen, denn wir werden gegen 8:45 Uhr zu unserer ganztägigen West-Tour abgeholt. Wir haben in den beiden vergangenen Urlauben die Insel schon auf eigene Faust gut erkundet, daher kennen wir die meisten Routenpunkte schon. Wir freuen uns aber dennoch sehr auf das Wiedersehen und die diesmal geführte Tour mit vielen Insiderinformationen.
Wir sind nur vier Gäste, neben uns noch ein Paar von den Azoren, und unser lustiger Local Guide Jacob. Er ist aus Machico und heißt mit portugiesischem Namen Tiago. Wenn er nicht gerade für solche Touren gebucht wird, ist er normalerweise Taxiunternehmer. Daher sind wir auch mit seinem Taxi unterwegs. Er unterhält unsere Gruppe auf Deutsch und Portugiesisch und wir mögen seine lustige und einmalige Art sehr.

Der erste Stopp ist im benachbarten Fischerort Câmara de Lobos, durch den wir zugleich spazieren.

Um auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam zu machen, gibt es hier seit einiger Zeit ein schönes Kunstprojekt mit Müll, der aus dem Meer gefischt wurde.




Wir schauen uns den schönen kleinen Ort an und treffen Jacob dann wieder auf dem Parkplatz.

Weiter geht die Fahrt mit vielen grandiosen Ausblicken Richtung Cabo Girão, einer der höchsten Meeresklippen der Welt.


Vor sechs Jahren war es angeblich noch die höchste Steilklippe Europas, mittlerweile wohl nur noch die zweithöchste.

Hier gibt es in 589 m Höhe einen Skywalk mit Glasplattform, Höhenangst sollte man daher nicht haben. Dafür ist der Blick übers Geländer oder nach unten atemberaubend.

Es gibt auch einen sehr urigen Gesellen, der hier scheinbar täglich die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zieht.

Unsere Tour geht weiter an der Küste entlang durch Ribeira Brava und Ponta do Sol.

Jacob hält immer an den schönsten Stellen an, damit wir aussteigen und die Aussicht bewundern können.




Weiter geht es nach Madalena do Mar.

Wir beschreiten hier den Bananenplantagenpfad Rota da Banana und hören uns spannende Geschichten rund um die Bananen und deren Anbau bzw. Ernte an. Hier ist es schön schattig und es gibt weitere hübsche Pflanzen.


Bei Arco de Calheta verlassen wir den südlichen Küstenbereich und fahren bergauf Richtung Hochebene Paul da Serra und Westküste.
Es geht auf engem Weg teils steil nach oben aus dem Ort heraus und die Straße ist gerade breit genug für ein Auto. Motorrad treffen geht noch, Auto bedeutet rückwärts… Da man nichts sieht, muss vor Kurven gehupt werden um Zusammenstöße zu vermeiden. Das Konzept erinnert mich neben anderen Inselfahrten auch an die Überquerung der Dünen in der tunesischen Sahara mit unseren Geländewägen.


Oben steigen wir aus und unternehmen einen schönen Levada-Spaziergang Richtung Rabacal, an Kühen vorbei und mit fantastischer Aussicht… allerdings komplett ohne Schatten und ohne Wasser in der Levada.








Am Parkplatz mit Weitblick über die Ebene, Rabacal, weitere Levadas und noch mehr Kühe angekommen, genießen wir wieder den Ausblick..


… und werden dann von Jacob wieder eingesammelt. Die Fahrt geht weiter nach Porto Moniz mit seinen natürlichen Vulkanlava-Schwimmbecken.



In Porto Moniz verbringen wir gegen 14 Uhr unsere Mittagspause im Restaurante ORCA. Wir haben ein Dreigang-Menü und Getränke bei der Tour inklusive.

Nach der Gemüsesuppe bekommen wir eine der Spezialitäten, Degenfisch mit Banane, und zum Nachtisch Obstsalat oder Karamellpudding. Dazu gibt es Wasser und Wein. Uns hat es gut geschmeckt.

Wir beobachten das bunte Treiben der Badegäste, die teils hohen Wellen und suchen uns ein schattiges Plätzchen.

Danach fahren wir weiter nach Seixal.


Hier gibt es einen der wenigen Sandstrände, und sogar einen schwarzen.

Kurz danach kommen wir zum Aussichtspunkt Véu da Noiva.

Hier laufen wir vor bis zur Wegbegrenzung und können uns einen schönen Wasserfall anschauen, der sich über eine ehemalige Küstenstraße ergießt und direkt ins Meer fließt. Er wird Brautschleier genannt.


Jacob hält an weiteren sehenswerten Wasserfällen auf dem Weg nach São Vicente.


In São Vicente schauen wir uns die Kirche und die nähere Umgebung an, beim heutigen Besuch ist bestes Wetter und wir sehen sogar etwas im Vergleich zu vor drei Jahren.


Eine kleine Kaffeepause neben der Kirche in der Snack Bar Estoril folgt.

Auf dem Heimweg fahren wir durch den Nationalpark, Encumeada und Serra de Água.

Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch die Bar Poncha O Baú dos Reis, um gemeinsam (mit Ausnahme des Fahrers) das alkoholische Nationalgetränk Poncha zu trinken und den schönen Tag ausklingen zu lassen. Dazu gibt es Lupinen und Erdnüsse. Unsere neuen Freunde von den Azoren laden uns ein.

Gegen 19 Uhr erreichen wir wieder Funchal und unser Hotel. Wir bedanken uns bei unserem fantastischen Guide Jacob für den grandiosen Tag und wünschen den beiden Urlaubern noch eine schöne Zeit.
Den Abend lassen wir dann erschöpft im Zimmer bei einem kleinen Snack ausklingen.
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